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Die Bestseller sind die großen Maler der Kunstgeschichte, die Highlights der internationalen Museenlandschaft, die bewunderten Gemälde in den großen Kunstausstellungen.
Mythologische oder religiöse Motive sind in der Malerei zum großen Teil Genre- oder Porträtgemälde. Meistens handelt sich um allegorische Darstellungen. Alle Darstellungen sind als Abbild göttlicher Schönheit zu sehen wie in den Gemälden von Botticelli. Es sind die Begriffe wie Schönheit, Tugend, Moral, Liebe, Sünde, die in allegorischer Bildform aus Mythologie und Religion ihre Darstellung finden.
Das Genre-Gemälde ist die Darstellung von Szenen aus dem alltäglichen Leben, es zeigt die menschlichen Figuren in ihrem sozialen Umfeld oder ihrem landschaftlichen Zuhause. Mit der Aufteilung in ein höfisches, bürgerliches oder bäuerliches Genre erlebt es im 16. und 17. Jahrhundert in den Niederlanden seine Blütezeit. Im 19. Jahrhundert gewann die Genremalerei durch Courbets Bilder von Arbeitern und Bauern eine neue Dimension und wurde so zum Vorreiter des Impressionismus. Um 1900 wurde München zur Metropole europäischer Genremaler.
Die Gemälde mit Themen des Orients sind eigentlich Genre, Landschafts- oder Porträtgemälde. Die Maler des Orientalismus hielten an einer realistischen Darstellung ihrer Motive fest und schufen somit Zeitdokumente des damaligen Orients. Die bedeutendsten Maler des Orientalismus sind Frederick Arthur Bridgman, Jean-Léon Gérôme, Théodore Jacques Ralli oder Fabio Fabbi.
Als Tiermalerei gehört in ihren Darstellungen zur realistischer Malerei. Als bekanntester Künstler der realistische Tierdarstellung im 15. Jahrhundert gilt Albrecht Dürer. Dürer entwickelte die realistische Tiermalerei zum Stilleben, später Tierstück genannt. Oft sind Tierdarstellungen auch symbolisch besetzt,besonders in den frühchristlichen Darstellungen. Mitte des 19. Jahrhunderts widmete sich besonders Christian Malli der Tiermalerei, seine Spezialität waren Rinder und Schafe. Einer der bekanntesten Vertreter im 20. Jahrhundert ist auch Franz Marc.
Blumenbilder, auch Blumenstücke genannt, gehören in den Bereich der Stilllebenmalerei. In ihrer perfekten Nachahmung der Realität und der prunkvollen Darstellung, waren die barocken Blumenstücke ein Spiegel des Wohlstands und Prunks der holländischen Gesellschaft der damaligen Zeit. Die Wahl der dargestellten Blumen, die Komposition von Sträußen mit unterschiedlichen Blumen, zeigen neben der Ästhetik und der repräsentativen Darstellung auch immer die symbolische Bedeutung der Vanitas, des schnellen Verwelkens und der Vergänglichkeit.
Als Stillleben bezeichnet man das Gemäldegenre, das tote bzw. reglose Objekte realistisch darstellt. Der Bildaufbau folgt den Gesetzen von Inhalt und/oder Äthetik. So sind unterschiedliche Sujets des Stilllebens zu finden, z.B. das Küchenstillleben, das Blumenstillleben, das Jagdstillleben oder das Waffenstillleben. Im Barock erlebte das Stillleben seine Blüte in Holland und Flandern. Die Arrangements der Stillleben zeigten oft symbolisch verschlüsselte Botschaften, sie zeigten eine detaillierte Ausarbeitung zur realistischen Darstellung der Natur. Die prunkvollen niederländischen Stillleben zeigen harmonische Kompositionen als Darstellung des Reichtums. Das Trompe l'oeil ist das non plus ultra in der realistischen Stilllebenmalerei, Realität und Malerei können vom Auge nicht mehr differenziert werden. Das barocke Stillleben zeigte in seiner Vielfalt, in seiner perfekten, realistischen Malweise mit harmonischer Kompositionen immer den Anschein der Zufälligkeit.
Die Landschaftsmalerei stellt die Landschaft um ihrer selbst willen dar und gehört damit zur realistischen Malerei. In der Landschaftsmalerei findet die Natur oder Details daraus ihre Darstellung, ebenfalls Stadtansichten oder Marinen, realistische oder ideale Landschaften. Die vielfältigen Facetten der Landschaftsmalerei reichen von den schwermütig wirkenden Landschaften des 17. Jahrhunderts, den transzendentalen Naturdarstellungen eines Caspar David Friedrich, den expressiven Landschaften eines Vincent van Gogh bis hin zu den hellen, farbigen Freiluftmalereien der Impressionisten wie Claude Monet.
Die Marinemalerei zeigt in ihren Darstellungen Meeresküsten und Meere, meist zusammen mit Schiffen, also auch Häfen,Seeschlachten und Fischerszenen. Diese Marine-Gemälde werden auch Seestücke oder Marinen genannt. Die Marinemalerei entwickelte sich zu einer Variante der Landschaftsmalerei. Zu einer eigenen Variante entwickelte sich die Marinemalerei im 16. Jahrhundert in den Niederlanden und genoß ihre Blütezeit im 17. Jahrhundert. Der Begriff Marinemalerei stammt jedoch jedoch erst aus dem 19. Jahrhundert. Die Kapitänsbilder sind eine besondere Rarität unter den Seestücken. Hierbei handelt es sich um Schiffsporträts, die eigens für bestimmte Schiffe gemalt wurden.
Die Orts- oder Stadtansichten gehören zum Genre der Vedutenmalerei. Hierbei handelt es sich um sachlich treue und perspektivisch richtige Ansicht eines Stadtbildes. Ortsansichten bilden den Übergang von der Vedutenmalerei zu der Landschaftsmalerei. Bedeutende Vedutenmaler sind Giovanni Antonio Canale gen. Canaletto oder Bernardo Bellotto.
Die Ansichten von Gebäuden und Straßen sind auch der Vedutenmalerei zuzuordnen. Die innerstädtischen Darstellungen von Gebäuden und Plätzen zeigen eine realistische Darstellung wie später das Foto oder die Ansichtskarte. Im Gegensatz dazu steht das Capriccio, in dem getrennte Architekturelemente nach Belieben zusammengesetzt werden. Trotzdem gilt die Vedutenmalerei als Kunstwerk in diesem Genre. Im 18. Jahrhundert wurde die Vedute zur "Postkarte" der englischen Italien-Touristen und erlebte damit ihren Höhepunkt.
Um die Jahrhundertwende entwickelt sich neben einer gesellschaftlichen Revolution auch eine neue künstlerische Ausdrucksweise. Die Kunst wird zu einem gewaltigen Experimentierfeld für neue Stilrichtungen. Die Künstler brechen mit der traditionellen Malerei, suchen neue Motive, neue Maltechniken und neue Formen. Die neue kreative Farbgebung und Formensprache der Künstler drückt ihre persönliche Wahrnehmung aus und will dieses Gefühl dem Betrachter vermitteln. In den Kunst-Salons der europäischen Metropolen wird die neue Moderne kritisiert und bewundert.